Aus den Regionen

Unterfranken

Theaterlehrer*innentag 2017

Erfahrung genügt erst einmal. Deswegen begann auch der siebte unterfränkische Theaterlehrer*innentag 2017 am Egbert-Gymnasium in Münsterschwarzach mit einem Vormittag des Berichtens und Erzählens, des Fragens und Beratens. Dabei zeigte sich, dass die Unterschiedlichkeit der Projekte und der Verhältnisse vor Ort so sind, wie die Schulorte zwischen Rhön, Hassbergen, Untermain und Mainfranken, Land-und Stadtgymnasien auseinander liegen. Große Musik(theater)produktionen an einem musischen Gymnasium etwa beeinträchtigen unter Umständen die Möglichkeiten des literaturorientierten oder eigenproduktiven Schauspiels am gleichen Schulzweig. Die Flexibiltät, die erforderlich ist, um zu wenigstens annehmbaren Proben- und Aufführungsbedingungen zu kommen, fordert an vielen Schulen die Kreativität der Theaterkolleg*innen heraus. Die Berichte und Kommentare aus der jeweiligen Arbeit und der eigenen Situation heraus informieren nicht nur, sie befreien gelegentlich von der Vorstellung, dass nur an der eigenen Schule die Verhältnisse schwierig wären. Der ein oder andere bewährte Vorschlag aus der Runde verweist zudem auf Lösungen oder Entlastungen, wie sie nur vielfältige Erfahrungen anbieten können.
Hinweise und Information über schulpolitische, künstlerische und fortbildungstechnische Bemühungen und Möglichkeiten des Verbands runden den Vormittag ab.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen geben die Schauspielerin und Theaterpädagogin Christina Motsch und Theresa Salfner-Funke in einem zweistündigen Praxis-Workshop Einblicke in die Möglichkeiten chorischen Arbeitens. Die einführenden Übungen zur chorischen Koordination und zu einfachen Verfahren des atmosphärischen Choreografierens sowie zur chorischen Anordnung literarischer Texte beantworteten auf ihre Weise die am Vormittag mehrfach aufgeworfene Frage nach Texten und Spielmöglichkeiten für große Gruppen.
Natürlich das alles in praktischer Ausübung und in eigener Erfahrung, nicht im theoretischen Diskurs. Die Begeisterung führt zum Wunsch, mehr darüber zu erfahren.

 

Kleiner Spieltag Unterfranken 2017

Einen Tag für seine Spielgruppe haben, sie auswärts, also ohne Ablenkung zu haben und gleichzeitig die Möglichkeit vor anderen zu präsentieren. Das ist die Idee des Kleinen Spieltags Unterfranken, also einer Art Minitheaterfestival, das jetzt zum fünften Mal in Münsterschwarzach zustande kam.
Das Interesse war groß, und die sieben interessierten Gruppen reduzierten sich letzten Endes auf vier - im Altersspektrum zwischen Mittel- und Oberstufe, betreut von einer Spielgruppe aus Münsterschwarzach.
Der Vormittag gehört den einzelnen Gruppen, die entweder an Ideen für ihre eigene Produktion arbeiten oder eine Spielanregung von Seiten des Veranstalters wahrnehmen.
Nach der gemeinsamen Mittagspause zeigen die Gruppen ihre Werkstattergebnisse zum „Struwwelpeter“ (Kitzingen), zu „Der Handschuh“ (Hammelburg), zu einer längeren Produktion der Ballade „Niels Randers“ (Mittelstufe, Riemenschneider-Gymnasium, Würzburg), zu „Hamlet“
(Oberstufe, Riemenschneider-Gymnasium, Würzburg).

 

 

Mittelfranken

32. Theatertage am Gymnasium in Mittelfranken: Impulsfestival

Das Festival in Mittelfranken hat eine lange Tradition. Bisher wurden im Herbst Wiederaufnahmen präsentiert, im letzten Schuljahr gab es erstmal ein Mischformat im Frühjahr, in dem fertige Stücke und Ausschnitte aus laufenden Projekten gezeigt wurden. In diesem Schuljahr sollte die Begegnung im Vordergrund stehen. Neu war aber vor allem: Die Gruppen mussten nichts mitbringen außer Spielfreude.Es gab auch keine klassische Bühne, sondern mehrere Arbeitsräume und einen Saal mit Arena-Situation, die mit Unterstützung der  Akademie für Schultheater und performative Bildung in der Kulturwerkstatt auf AEG in Nürnberg genutzt werden konnten. Zu Beginn wurden die Gruppen mit einem „Button-Leitsystem“ durchgemischt und erlebten in diesen neuen Teams Workshops, die körperlich „warm“ und wach für akustische Mittel im Theater machten - und zum Erleben des Live-Hörspiels  „Antigone“  der Gruppe Zwosieben führten. In einem zweiten Workshop-Block wurden spezielle Gestaltungsansätze (Arbeit mit Röhren, Schuhen, Kissen, akrobatischen Hebungen etc.) erarbeitet. Schließlich bekamen die Gruppen Themen, die bei der Antigone- Besprechung erarbeitet worden waren, zugelost und gestalteten dazu jeweils eine Szene. Bei der abschließenden Präsentation zeigte sich bereits die Inspiration aus dem Workshops.  Die Ideen und Impulse wirken aber sicher auch in die Arbeit an den eigenen Projekten hinein. Beim zweiten Teil des Festivals - dem Spielleitertreffen im März - können diese Erfahrungen ausgetauscht werden.

Leitung: Ursula Ittner und Leonhard Schütz (AK Mittelfranken)

 

 

Niederbayern

Der Bezirk Niederbayern wird geleitet vom Tandem Elisabeth Hübner (Hans-Leinberger-Gymnasium Landshut) und Wolfgang Plab (Gymnasium Landau a. d. Isar). Unsere Hauptaufgabe besteht darin, die Vernetzung der Theaterlehrer Niederbayerns weiter voranzutreiben und den Informationsfluss von TAG in unsere Region zu tragen. Zwei Mal im Jahr bilden wir die niederbayerischen Referendare im Szenischen Lernen aus. Darüber hinaus veranstalten wir regelmäßig Fortbildungen oder organisieren die Niederbayerischen Schultheatertage. Dies ist natürlich nur ein kurzer schriftlicher Einblick in unser Aufgabengebiet. Live sind wir noch viel besser!

 

Oberfranken

Oberbayern Ost

Oberbayern West

 

Liebe Theater-Kolleginnen und -Kollegen,

Wir wenden uns heute mit einer ungewöhnlichen Bitte an euch. Vom 27. Juni bis zum 8. Juli 2018 wird im Rahmen unseres Theateraustauschprojektes eine Gruppe bestehend aus Jugendlichen aus Eersterivier in Südafrika und Unterschleißheim ein gemeinsam erarbeitetes Stück präsentieren, das sich mit den Themen Flucht und Fremdenhass beschäftigt.

Für dieses außergewöhnliche interkulturelle Projekt suchen wir nun nach einer Möglichkeit, das Stück auch außerhalb Unterschleißheims zu präsentieren. Kennt ihr ein Theater, ein Festival  Anfang Juli oder eine politische Institution, in der ein solches Projekt passen würde? Dann wären wir für einen Tipp und evtl. eine Vermittlung sehr dankbar. Daneben könnten wir uns auch vorstellen an Schulen in geeignetem Rahmen zu spielen.

Das Stück basiert auf Interviews mit geflüchteten Menschen in Südafrika und Deutschland. Verbindende und unterscheidende Aspekte werden herausgearbeitet und so entsteht zwischen den Jugendlichen eine Völkerverständigung der besonderen Art. Auf unserer Homepage ist eine Filmversion zu sehen (http://theater.carl-orff-gym.de/?page_id=5925#miraclereloaded ).

Gerne stehen wir für Rückfragen unter steffihoecher68@gmail.com zur Verfügung.

Herzlichen Dank für eure Hilfe.

Mit herzlichen Grüßen

Steffi Höcherl

379_Scenes_of_Migration_-_Inhalt_und_Entstehung_1488.pdf

 

Oberpfalz

Schwaben

 

 

Anhang: