50 Jahre Theatertage der bayerischen Gymnasien - ein Jubiläumsrückblick

50 Jahre Theatertage der bayerischen Gymnasien

In Neubiberg veranstaltete die Fördergemeinschaft für das Schultheater der bayerischen Gymnasien zum 50. Mal Theatertage. Die Gründung der Fördergemeinschaft geht auf die Initiative des damaligen Vorsitzenden der Landeselternvereinigung (LEV), Dr. Heinz Roth, zurück, der die LEV und den Bayerischen Philologenverband für seine Idee begeistern konnte„…einmal im Jahr Spielgruppen der einzelnen Schulen zusammenzuführen und den Lehrern und Schülern die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen auszutauschen und von anderen zu lernen, den Spielgruppen ein Spielen vor sachkundigem, kritischem Publikum zu ermöglichen.“ LEV und Philologenverband waren 50 Jahre lang Garant dafür, dass die Theatertage der bayerischen Gymnasien alljährlich an einem anderen Veranstaltungsort Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Bayern zu einem dreitägigen Theaterfest und Erfahrungsaustausch zusammenführen können. Von Anfang an waren dieTheatertage ein kritisches Forum für die Weiterentwicklung des Schultheaters, verstanden sich als Arbeitstreffen und zugleich als Schaufenster, in dem einer interessierten Öffentlichkeit gezeigt werden kann, wie es um Qualität und Vielfalt im Schultheater steht. Unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, hat sich unter der Leitung von Ludwig Faßold (1957 – 1980), Thomas Röttger (1981 –1990) und Reinhold Schira (seit 1991) eine tragfähige Struktur für die Theatertage entwickelt, für deren Gelingen alljährlich neben den Gruppen, die sich um eine Teilnahme bewerben, die jeweiligen Gastgeber, viele Sponsoren, vor allem aber viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer verantwortlich sind. Ohne ihre ehrenamtliche, kompetente Tätigkeit wären Theatertage nicht möglich. In der Überzeugung, dass sie auch in Zukunft nötig sind, werden die Verantwortlichen nicht zuletzt durch den Staatsminister für Unterricht und Kultus, Siegfried Schneider, bestärkt, der in seinem Grußwort zu den 50. Theatertagen in Neubiberg betont, dass „Kunst und Kultur nicht Luxus, sondern Notwendigkeiten sind“, und dass die ästhetische Bildung fest in unseren Schulen verankert werden müsse. Weiter schreibt er: „Theater braucht Publikum und deshalb sind die Theatertage der bayerischen Gymnasien auch so wichtig: Sie wollen Kinder und Jugendliche für den Reichtum ihrer eigenen Kreativität gewinnen und sie wollen zeigen, was unsere Schülerinnen und Schüler zustande bringen.“

Die Theatertage in Neubiberg demonstrierten eindrucksvoll, wie vielfältig die Ergebnisse pädagogisch und ästhetisch anspruchsvoller Theaterarbeit sein können. 12 Theatergruppen aus allen bayerischen Regierungsbezirken stellten an drei Tagen ihre Produktionen zur Diskussion und ermöglichten damit, dass die Theatertage auch in ihrer 50. Auflage ein Forum für Spielansätze und Spielformen waren, dass Möglichkeiten und Grenzen des Theaterspielens mit Schülern diskutiert werden und Ansprüche an die Qualität und Weiterentwicklung schulischer Theaterarbeit formuliert werden konnten.   

Die 51. Theatertage der bayerischen Gymnasien finden im Juli 2007 am Benedikt-Stattler-Gymnasium in Bad Kötzting statt.

Reinhold Schira

Leiter der Fördergemeinschaft